Patenschaft 1. Panzerartilleriebatallions 295 Immendingen
Seit bald 40 Jahren ist Bad Dürrheim die Patengemeinde des 1. Panzerartilleriebatallions 295 der Garnison in Immendingen (Kreis Tuttlingen). Diese bewährte Freundschaft ist getragen von gegenseitiger Wertschätzung und wird durch jährliche, gegenseitige Besuche aus Bad Dürrheim in Immendingen, sowie von Mitgliedern der Garnison zu offiziellen Anlässen in Bad Dürrheim mit Leben erfüllt. Einer der Höhepunkte dieser Patenschaft war das feierliche Gelöbnis der Kompanie am 20. Oktober 2000, welches in Bad Dürrheim abgehalten wurde.
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(Bild von der Gelöbnisfeier)
Feierliches Gelöbnis auf dem Sportgelände in Bad Dürrheim.
Mehr als 350 Rekruten des Panzerartilleriebataillons 295 aus Immendingen – Bad Dürrheim ist Patengemeinde der 1. Batterie – sowie des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen haben vergangenen Donnerstagnachmittag im hiesigen Sportzentrum ihr feierliches Gelöbnis abgelegt.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch das Heeresmusik-Korps 10 aus Ulm. Angetreten waren neben den Rekruten auch das 3. französischen Husarenregiments sowie eine Abordnung der 1. Batterie des Panzerartilleriebataillons.
Diese Versorgungs- und Unterstützungsbatterie war bereits 3 Tage vor dem Gelöbnis im Rahmen einer Geländeübung vom Standort Immendingen nach Bad Dürrheim marschiert. Am Tag vor dem Gelöbnis wurde der Bad Dürrheimer Bevölkerung im Rahmen eines Öffentlichkeitstages das Leben in der Bundeswehr präsentiert. Dieser Informationstag, bei dem neben Informationen über die beruflichen Perspektiven in der Bundeswehr auch eine Reihe von Handwaffen sowie ein echtes Feldbiwak dargestellt wurden, erfreute sich eines großen Interesses bei der Bad Dürrheimer Bevölkerung. Es bestand die Gelegenheit, sich mit deftigen Speisen aus einer der 3 aufgebauten Feldküchen zu versorgen.
Das feierliche Gelöbnis am Donnerstag wurde dann bei schwülheißem Sommerwetter von mehr als 500 Angehörigen der Rekruten, Bad Dürrheimer Bürgern und weiteren Gästen verfolgt. An das Gelöbnis fügte sich eine kurze Zeremonie zur Verleihung der Ehrenschnur für die Mitglieder des französischen Regiments an.
Schon mehrfach sind in der Vergangenheit hier in der Patenstadt der 1./295 Gelöbnisse durchgeführt worden. Beim Gelöbnis im Jahr 1980 standen noch der NATO-Doppelbeschluss, der Kalte Krieg und die Diskussion um die Einordnung der Bundeswehr innerhalb der internationalen Völkergemeinschaft ganz oben im Blickpunkt der Auseinandersetzungen. Bei einem weiteren Feierlichen Gelöbnis 1993 hatte sich die Situation grundlegend geändert. Der Ost-West-Konflikt war durch die Öffnung der Grenzen weitgehend überwunden worden.
Abgenommen wurde das Gelöbnis von Oberstleutnant de Waele, dem Kommandeur des in Immendingen stationierten Panzerartilleriebataillons 295. In seiner Rede an die Rekruten betonte Bürgermeister Walter Klumpp die wichtige Bedeutung der Wehrpflicht, die in diesem Jahr ihr 50 – jähriges Bestehen feiert. Gleichwohl wies Bürgermeister Klumpp darauf hin, dass sich der Dienst in der Bundeswehr besonders in den letzten Jahren durch Auslandseinsätze stark verändert hat.
Im Anschluss hatte die Stadt zu einem Empfang in das Haus des Bürgers eingeladen. Das Dankeschön des Bürgermeisters Walter Klumpp galt den verantwortlichen Kommandeuren und Batteriechefs der letzten Jahre, die die Patenschaft in vielfacher Hinsicht – sei es durch Hilfseinsätze oder bei geselligem Beisammensein – gepflegt haben. Oberstleutnant Frank de Waele, der selber einmal Chef der Patenbatterie war, dankte der Stadt Bad Dürrheim auch im Namen der anderen Teilnehmer des Gelöbnisses für die umfangreiche Vorbereitung des Gelöbnisses sowie die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und dem Standort Immendingen. Immerhin waren zur Vorbereitung der gesamten Veranstaltung über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg zahlreiche Abstimmungsgespräche notwendig.